CLEAR OR CLOUDY
Mensch und Natur um 1600
Musik von John Dowland, William Byrd,
Thomas Morley, Orlando di Lasso u.a.
Das Ensemble Dowland’s Midnight erkundet das Verhältnis von Mensch und Natur um
1600 und setzt es zur heutigen Zeit in Beziehung. Englische und italienische Lieder und
Madrigale der Renaissance zeigen die untrennbare Verbindung des Menschen mit der
Natur. Der Mensch sieht sich in seinen Empfindungen in Zuständen der Natur
gespiegelt, die Natur liefert Bilder für die innere Verfassung des Menschen. Die Launen
Königin Elizabeths I. können nicht besser als mit der Metapher des Aprilwetters
beschrieben werden; junge Liebe braucht den Frühling und die Sonne; und wer sich
der Melancholie hingibt, zieht sich in die Wälder der Einsamkeit zurück. Bedrohlich wird
es, wenn die Welt als von giftigen Nebeln verdüstert dargestellt wird, die all unsere
Freude ersticken. Das Programm gliedert sich, den Jahreszeiten entsprechend, in vier
Teile. Der Schwerpunkt liegt auf englischer Musik der elisabethanischen Zeit, doch auch
italienische Kompositionen etwa aus der Sammlung „Musica transalpina“ fließen mit ein.
Instrumentalstücke bieten Gelegenheit zur Reflexion der gesungenen Worte.